Unsere Instrumente: Der Klang der Märkischen Schalmeienkapelle

Tauchen Sie ein in die Welt unserer Instrumente und entdecken Sie, was unseren unverwechselbaren Klang ausmacht. Hier stellen wir Ihnen die Herzen unserer Kapelle vor und zeigen Ihnen, warum Musizieren bei uns so viel Freude bereitet.

Die Seele unserer Musik: Die Schalmeie

Das zentrale Instrument unserer Kapelle ist die Schalmeie, auch bekannt als Martintrompete. Dieses einzigartige Instrument verleiht unserem Ensemble seinen charakteristischen und kraftvollen Klang, der uns von anderen Musikvereinen abhebt. Es ist ein Instrument mit Tradition und einer besonderen Ausstrahlung, das in jeder Darbietung eine Hauptrolle spielt.

Die Entstehung der Schalmeieninstrumente

Die Schalmeiinstrumente, wie wir sie heute kennen, haben eine reiche Geschichte. Am 16. August 1927 erhielt Max Bernhard Martin in Markneukirchen das Reichspatent für ein „Blasinstrument mit einer Anzahl selbstständiger mit Zungenstimmen versehener Tonerzeuger“. Dieses Patent revolutionierte die Musikinstrumentenentwicklung.

Das grundlegende Konstruktionsprinzip der Martintrompeten ist verblüffend einfach: Mehrere Eintoninstrumente mit aufschlagenden Zungen sind in einem einzigen Instrument vereint. Die einzelnen Tonröhren lassen sich dabei mittels mehrerer Périnet-Ventile wahlweise ein- und ausschalten. Instrumentenkundlich betrachtet handelt es sich somit um ein Aufschlaginstrument, das durch seine Mechanik und Klangfarbe besticht.

Von Signalinstrumenten zu Melodiegebern

Einton-Signalinstrumente waren schon lange in Gebrauch, beispielsweise bei Türmern, Jägern und Wildhütern, aber auch in der Industrie. Nach 1900 fanden sie vermehrt bei Automobilisten Anwendung. Dies begann mit der handbetätigten Einzelhupe, doch schnell entstand der Wunsch nach einem Gerät, das mehr als einen Ton gleichzeitig erzeugen konnte, um einen angenehmeren Wohlklang zu schaffen.

Diesen Bedarf erfüllte ein am 24. Dezember 1911 patentiertes Instrument. Diese Entwicklung ebnete den Weg für komplexere Instrumente, die schließlich in Orchestern und Kapellen wie unserer Märkischen Schalmeienkapelle ihren Platz fanden und unseren einzigartigen Sound prägen.

Was unseren Klang einzigartig macht

Wenn alle unsere Instrumente zusammenspielen, entsteht ein harmonischer Klangteppich, der unser Publikum stets aufs Neue begeistert. Die Schalmei bildet das Fundament, ergänzt durch weitere Begleitinstrumente, die zusammen eine wohlklingende und eingängige Melodie ergeben. Wir legen Wert auf Präzision und Gefühl, um diesen harmonischen Gesamteindruck zu erzielen. Es ist die Verschmelzung traditioneller Bauweise mit modernen Titeln, die unseren Zuhörern ein besonderes Erlebnis bietet. 

Einfach lernen, großartig klingen

Haben Sie schon immer davon geträumt, ein Instrument zu spielen? Die Schalmei ist überraschend leicht zu erlernen! Auch ohne Vorkenntnisse können Sie schnell erste Erfolge feiern und schon bald Teil unseres Orchesters sein. Wir bieten qualifizierte Anleitung und eine unterstützende Gemeinschaft, die Sie auf Ihrem musikalischen Weg begleitet. Werden Sie Teil unserer musikalischen Familie!

Unsere wichtigsten Instrumente

Hier präsentieren wir kurz und prägnant unsere wichtigsten Stimmen und erläutern deren Besonderheiten.

Sopran

Dieses Instrument dient als erste Stimme. Die Sopran-Schalmei ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich: sowohl in liegender als auch in stehender Form, sowie in diatonischer und chromatischer Variante. Der Tonumfang reicht von g' bis g'' beziehungsweise von g' bis ais''.

Alt

Hier findet sich die 2. Stimme der Kapelle wieder. Ebenso wie beim Sopraninstrument werden hier zwei Formen angeboten und es wird in zwei verschiedenen Tonumfängen (diatonisch und chromatisch) gespielt. Tonumfang: e' - e'' bzw. e' - g''

Bariton

Ursprünglich gab es dieses Instrument in gerader Form. Durch das enorme Gewicht –es ist immerhin über einen Meter lang – wird es nur noch in aufrechter Form gebaut. In den neueren Titeln findet man immer mehr das Bariton als rhythmisches Begleitinstrument. Der Tonumfang entspricht dem des Soprans, nur eine Oktave tiefer. Tonumfang: g - g' bzw. g - ais'

Bass

Der Bass ist nur wenig verbreitet. Es gibt ihn in unterschiedlichen Formen: Aufrecht stehend und als Rundbass, den man um den Bauch legt. Er hat nur vier Schallbecher und daher nur zwei Ventile. Tonumfang: G, H, c, d.

Neuerdings gibt es den Bass auch mit 8 Stimmen in aufrechter Bauweise im Tonumfang von G-g.

Begleitung

Sie ist etwas kleiner als die Bariton-Schalmei, hat aber bis auf das g´ denselben Tonumfang. Es werden drei Töne gleichzeitig gespielt. Dadurch ergeben sich vier Akkorde: G-Akkord (g-h-d´) C-Akkord (g-c´-e´) F-Akkord (a-c´-f´) und D-Akkord (a-d´-fis´).

In neuer Bauweise gibt es dieses Instrument auch mit 8 Akkorden.